DER EDLE QUR'ÂN

الشعراء
Sure 26 | Die Dichter | As-Shu'arâ'

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227 Verse, Abfolge der  Offenbarung: 47


Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.


1. Tâ, Sîn, Mîm.


2. Dies sind die Verse des deutlichen Buches.


3. Es mag sein, dass du betrübt bist, weil sie nicht glauben.


4. Wenn Wir wollten, könnten Wir ihnen ein Zeichen vom Himmel herabsenden, so dass ihre Nacken sich ihm gegenüber demütig beugen würden.


5. Aber es kommt keine neue Ermahnung vom Allerbarmer zu ihnen, ohne dass sie sich davon abwenden.


6. Sie bezichtigen (die Beweise) der Lüge, doch sie werden bald Kunde von dem erhalten, was sie der Lüge bezichtigen.


7. Sehen sie denn nicht, wie viele edle Arten Wir auf ihr wachsen lassen?

8. Hierin liegt gewiss ein Zeichen, aber die meisten von ihnen glauben nicht.


9. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.


10. Und (erinnere daran,) als dein Herr zu Moses sagte: "Gehe zu den ungerechten Leuten,


11. zum Volk des Pharaos, auf dass sie fromm werden mögen."


12. Er sagte: "Mein Herr, ich befürchte, dass sie mich der Lüge bezichtigen,


13. dass sich meine Brust beengt und meine Zunge sich nicht löst. Stelle mir deshalb Aaron (als Unterstützung) zur Seite.


14. (Ausserdem) haben sie gegen mich eine Schuld(anklage), und ich befürchte, dass sie mich umbringen werden."


15. Er [Allah] sagte: "Keineswegs (werden sie dich umbringen). Geht also beide mit Unseren Zeichen. Wir sind mit euch und hören zu."


16. (Sie) gingen zu Pharao und sagten: "Wir sind Gesandte des Herrn der Welten.


17. Du sollst die Kinder Israels mit uns ziehen lassen."


18. Er [Pharao] sagte: "Haben wir dich nicht als Kind bei uns grossgezogen, und hast du nicht viele Jahre deines Lebens unter uns verbracht? 


19. Dann hast du die Tat begangen, die du begangen hast, und (nun) bist du einer der Undankbaren."

(Moses (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) hatte versehentlich einen Mann getötet, als er ihn schlug. Dieser unbeabsichtigte Fehltritt sowie seine aufrichtige Reue werden in den Versen 28:15-16 geschildert.)

20. Er [Moses] sagte: "Ich habe es damals (tatsächlich) getan, als ich noch einer der Fehlgehenden war,
(Die klassischen Tafsir-Kommentare betonen, dass mit dem Ausdruck "Fehlgehende" keine Abweichung im Glauben an Allah, den Einen und Einzigen gemeint ist. Vielmehr beschreibt er hier einen Zustand menschlicher Unwissenheit, Unerfahrenheit oder eines unbeabsichtigten Fehlgehens, und zwar vor der Prophetenschaft. Nach klassischem islamischem Verständnis hat Allah Seine Gesandten bereits vor ihrer Berufung vor dem Beigesellen (Shirk) bewahrt. Dennoch waren sie als Menschen nie unfehlbar.)


21. und dann habe ich die Flucht ergriffen, weil ich mich vor euch fürchtete. Doch mein Herr hat mir danach Weisheit gegeben und machte mich zu einem der Gesandten.

(Durch zusätzliche oder abschliessende Rechtleitung von Allah kann aus innerer Furcht ein bedingungsloses Vertrauen in Ihn erwachsen. Diese Wahrheit galt nicht nur für Propheten, sondern gilt im Kern für alle Menschen.)


22. Willst du mir denn wirklich eine Gunst vorhalten, wo du doch die Kinder Israels knechtest?"


23. Pharao sagte: "Wer ist denn der Herr der Welten?"


24. Er [Moses] sagte: "Er ist der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Wenn ihr nur davon überzeugt wärt."


25. Da sagte (Pharao spöttisch) zu jenen, die ihn umgaben: "Hört ihr denn nicht (aufmerksam) zu?"


26. Er [Moses] sagte (weiter): "Er ist euer Herr und der Herr eurer frühesten Vorfahren."


27. Er [Pharao] sagte: "Wahrlich, euer Gesandter, der zu euch gesandt wurde, ist gewiss von Wahnsinn befallen."


28. Er [Moses] sagte: "Er ist der Herr (des Ortes) des Hervortretens (der Sonne) und des (Ortes ihres) Entschwindens, und dessen, was dazwischen liegt; wenn ihr (es) nur begreifen würdet."


29. Er [Pharao] sagte: "Wenn du eine andere Gottheit als mich nimmst, werde ich dich gewiss zu einem der Gefangenen machen."


30. Er [Moses] sagte: "Auch wenn ich dir etwas Deutliches vorbringe?"


31. Er [Pharao] sagte: "So bringe es vor, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst."


32. Da warf er seinen Stock, und (sogleich) wurde dieser zu einer klar (erkennbaren) Schlange.


33. Und er zog seine Hand hervor, und da erschien sie (blendend) weiss für die Betrachter.


34. Er [Pharao] sagte zu den Vornehmen, die ihn umgaben: "Dieser (Mann) ist gewiss ein versierter Zauberer.


35. Er will euch mit seiner Zauberei aus eurem Land vertreiben. Was also empfehlt ihr (mir)?"


36. Sie sagten: "Vertage (die Angelegenheit) mit ihm und seinem Bruder und schicke Versammler in die Städte,


37. damit sie dir jeden sachkundigen Zauberer herbeibringen."


38. So wurden alle Zauberer zu einem festgesetzten Zeitpunkt an einem festgelegten Tag zusammengerufen.


39. Den Leuten wurde gesagt: "Kommt alle zur Versammlung,


40. damit wir den Zauberern folgen können, wenn sie die Überlegenen sein werden."


41. Als die Zauberer zu Pharao kamen, sagten sie: "Werden wir eine Belohnung erhalten, wenn wir die Überlegenen sind?"


42. Er sagte: "Gewiss, dann werdet ihr zu den (mir) Nahestehenden gehören."


43. Moses sagte: "Werft, was ihr zu werfen habt."


44. Da warfen sie ihre Stricke und Stöcke und sagten: "Bei der Macht des Pharaos, wir werden sicherlich die Überlegenen sein."


45. Daraufhin warf Moses seinen Stock, und dieser verschlang (alles), was sie vorgetäuscht hatten.


46. Da warfen sich die Zauberer in Niederwerfung nieder.


47. Sie sagten: "Wir glauben an den Herrn der Welten,


48. den Herrn von Moses und Aaron."


49. Er [Pharao] sagte: "Glaubt ihr ihm, bevor ich euch die Erlaubnis dazu gegeben habe? Er ist sicherlich euer Anführer, der euch die Zauberei beigebracht hat. Ihr werdet die Konsequenzen (davon) bald erfahren, wenn ich euch wechselseitig die Hände und Füsse abtrennen und euch dann allesamt kreuzigen lasse."


50. Sie sagten: "Darin liegt kein Schaden (für uns, denn) wir werden gewiss zu unserem Herrn zurückkehren.


51. Wahrlich, wir hoffen darauf, dass unser Herr uns unsere Verfehlungen vergibt, da wir die ersten Gläubigen (aus Pharaos Gefolgschaft) sind."


52. Dann gaben Wir Moses (die Weisung) ein: "Gehe nachts mit Meinen Dienern fort, denn ihr werdet verfolgt werden."


53. (Währenddessen) schickte Pharao (seine) Versammler in die Städte, um (die Menschen gegen Moses und seine Gefolgschaft zu mobilisieren).


54. (Sie sagten:) "Wahrlich, sie sind nur eine kleine Gruppe,


55. und sie erzürnen uns.


56. Wir sind gewiss eine wachsame, geschlossene Gruppe."


57. Und so veranlassten Wir, dass sie ihre Gärten und Quellen,


58. ihre Schätze und prächtigen Wohnstätten verliessen.


59. So war es, und Wir gaben dies (später) den Kindern Israels zum Erbe.


60. (Pharaos Truppen) verfolgten sie im Morgengrauen,


61. und als die beiden Gruppen sich sahen, sagten Moses' Gefährten: "Sie werden uns einholen."


62. Er [Moses] sagte: "Keineswegs, denn mein Herr ist gewiss mit mir, und Er wird mir die Richtung weisen."


63. Da gaben Wir Moses ein: "Schlage das Meer mit deinem Stock." Da spaltete es sich, und jeder abgetrennte Teil erhob sich wie ein grosser Berg.


64. Wir liessen die anderen dort nahe herankommen,


65. und Wir erretteten Moses und diejenigen, die mit ihm waren, allesamt,


66. (und) Wir liessen die anderen dann ertrinken.
(Allah liess die Wassermassen, die zu Wänden aufgestiegen waren, über Pharao und seine Truppen niederstürzen.)


67. Hierin liegt gewiss ein Zeichen, aber die meisten glauben nicht.


68. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.


69. Und verlies ihnen die Kunde von Abraham,


70. als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: "Was verehrt ihr?"


71. Sie sagten: "Wir dienen unseren Götzen und bleiben ihnen beständig hingegeben."


72. Er sagte: "Hören sie euch, wenn ihr nach ihnen ruft?


73. Oder sind sie in der Lage, euch Nutzen oder Schaden zu bringen?"


74. Sie sagten: "Nein, vielmehr fanden wir unsere Vorfahren vor, wie sie so vorgingen."


75. Er sagte: "Habt ihr über das nachgedacht, was ihr zu dienen pflegt,


76. ihr und eure Vorfahren?


77. Sie sind mir gewiss alle Feind (hinsichtlich des Dîns), ausser dem Herrn der Welten,


78. Der mich erschaffen hat und mich rechtleitet.


79. Und Er ist Derjenige, Der mir Speise und Trank gibt,


80. und Er heilt mich, wenn ich krank bin.


81. Und Er ist Derjenige, Der mich sterben lässt und mir danach (wieder) Leben gibt.


82. Und von Ihm (allein) erhoffe ich, dass Er mir meine Fehler am Tag der Rechenschaft vergeben wird.


83. Mein Herr, verleihe mir Weisheit und zähle mich zu den Rechtschaffenen,


84. und verschaffe mir eine Zunge der Wahrhaftigkeit bei den Späteren,


85. und mache mich zu einem der Erben des Gartens der Wonne,


86. und vergib meinem Vater, denn er war einer der Irrenden,


87. und lass mich am Tag, an dem alle auferstehen werden, keine Schmach erleiden,


88. am Tag, da weder Besitz noch Kinder nützlich sein werden,


89. sondern derjenige (Erfolg haben wird), der mit einem unversehrten Herzen zu Allah kommt.


90. (An jenem Tag) wird das Paradies den Frommen nahegebracht,


91. und die Hölle wird den Abgeirrten in aller Klarheit vor Augen gestellt.


92. Ihnen wird gesagt werden: "Wo ist das, dem ihr zu dienen pflegtet


93. anstelle von Allah? Können sie euch (jetzt) helfen oder sich selbst retten?"


94. Dann werden sie [die Götzen] und die Abgeirrten kopfüber in sie hineingestürzt,

95. und (ebenso) die Legionen von Iblis, allesamt.


96. Dort werden sie miteinander streiten und sagen: 


97. "Bei Allah, wir befanden uns gewiss in offenkundigem Irrtum,


98. als wir euch dem Herrn der Welten gleichstellten.


99. Wir liessen uns von den Abtrünnigen irreführen,


100. und (jetzt) haben wir weder Fürsprecher


101. noch einen engen Freund.


102. Wenn uns eine Rückkehr möglich wäre, wären wir sicherlich unter den Gläubigen."


103. Hierin liegt gewiss ein Zeichen, aber die meisten glauben nicht.


104. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.


105. (Auch) das Volk Noahs bezichtigte die Gesandten der Lüge,


106. als ihr Volksgenosse Noah zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht fromm sein?


107. Ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.


108. Also fürchtet Allah und gehorcht mir.


109. Ich verlange von euch keinen Lohn hierfür. Mein Lohn liegt allein beim Herrn der Welten.


110. Also fürchtet Allah und gehorcht mir."

(Die Botschaft der Verse 108 und 110 wird wiederholt, um ihre Wichtigkeit zu betonen.)

111. Sie sagten: "Sollen wir dir glauben, obwohl dir nur die Niedrigsten (unter uns) folgen?"


112. Er sagte: "Was weiss ich schon, was sie zu tun pflegen?


113. Ihre Abrechnung obliegt allein meinem Herrn, wenn ihr es doch nur begreifen würdet.

 

114. Ich werde diejenigen, die Glauben gewähren, niemals vertreiben.


115. Ich bin lediglich ein deutlicher Warner."


116. Sie sagten: "Noah, wenn du nicht aufhörst, wirst du gewiss zu den Gesteinigten gehören."


117. Er sagte: "Mein Herr, mein Volk bezichtigt mich der Lüge.


118. Fälle daher eine klare Entscheidung zwischen mir und ihnen und errette mich sowie die Gläubigen, die mit mir sind."


119. So retteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm auf dem vollbeladenen Schiff waren,


120. während Wir die übrigen ertrinken liessen.


121. Hierin liegt gewiss ein Zeichen, aber die meisten glauben nicht.


122. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.


123. Und die 'Aad bezichtigten die Gesandten der Lüge,


124. als ihr Volksgenosse Hûd zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht fromm sein?


125. Ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.


126. Also fürchtet Allah und gehorcht mir.


127. Ich verlange von euch keinen Lohn hierfür. Mein Lohn liegt allein beim Herrn der Welten.


128. Ihr baut aus Leichtsinn ein (Wahr)zeichen auf jeder Anhöhe,

129. und errichtet (gewaltige) Bauten, als ob ihr beständig (auf der Erde) verweilen würdet.


130. Und wenn ihr gewaltsam zugreift, so greift ihr wie ein Gewaltherrscher zu.


131. Also fürchtet Allah und gehorcht mir.


132. Fürchtet Denjenigen, Der euch mit den (guten Dingen) versorgt, die ihr kennt,


133. Der euch mit Vieh und Kindern versieht


134. und euch Gärten und Quellen (gewährt).


135. Ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages."


136. Sie sagten: "Es ist uns egal, ob du uns ermahnst oder nicht.


137. Dies sind lediglich Fabeln der früheren (Generationen),


138. und wir werden sicherlich nicht bestraft werden."


139. Sie bezichtigten ihn der Lüge, und da vernichteten Wir sie. Hierin liegt gewiss ein Zeichen, aber die meisten glauben nicht.


140. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.


141. Und die Thamûd bezichtigten die Gesandten der Lüge,


142. als ihr Volksgenosse Sâlih zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht fromm sein?


143. Ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.


144. Also fürchtet Allah und gehorcht mir.


145. Ich verlange von euch keinen Lohn hierfür. Mein Lohn liegt allein beim Herrn der Welten.


146. Denkt ihr etwa in dem, was hier ist, unbehelligt belassen zu werden –


147. (inmitten von) Gärten und Quellen,


148. sowie Feldern und (Dattel)palmen, deren Blütenstände zart sind?


149. (Glaubt ihr wirklich), dass ihr euch (endlos) an den Häusern (erfreuen werdet), die ihr geschickt aus den Bergen meisselt?


150. (Nein,) also fürchtet Allah und gehorcht mir.


151. Befolgt nicht die Anordnungen der Masslosen,


152. die Verderben auf der Erde stiften und keine Besserung bringen."


153. Sie sagten: "Du bist (bestimmt) einer der Verzauberten.


154. Du bist nur ein Mensch wie wir. Bringe uns doch ein Zeichen, wenn du zu den Wahrhaftigen zählst."


155. Er sagte: "Hier ist eine Kamelstute. Ihr steht ein Anteil am Wasser zu und euch ein Anteil am Wasser an einem bestimmten Tag.


156. Ihr dürft ihr nichts antun, sonst wird euch die Strafe eines gewaltigen Tages erfassen."


157. Doch sie töteten sie, und so wurden sie (zu Leuten,) die bereuten,


158. als die Strafe sie ergriff. Hierin liegt wahrlich ein Zeichen, doch die meisten glauben nicht.


159. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.


160. Und das Volk Lots bezichtigte die Gesandten der Lüge,


161. als ihr Volksgenosse Lot zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht fromm sein?


162. Ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.


163. So fürchtet Allah und gehorcht mir.


164. Ich verlange von euch keinen Lohn hierfür. Mein Lohn liegt allein beim Herrn der Welten.


165. Wendet ihr euch unter den Welten ausgerechnet den männlichen Wesen zu,


166. und lasst das beiseite, was euer Herr für euch von euren Gattinnen erschaffen hat? Vielmehr seid ihr Leute, die Grenzen (hemmungslos) überschreiten."


167. Sie sagten: "Wenn du nicht aufhörst, Lot, wirst du sicherlich zu den Vertriebenen gehören."


168. Er sagte: "Wahrlich, ich gehöre zu denen, die euer Treiben verabscheuen."


169. (Daraufhin) sagte er: "Herr, beschütze mich und meine Familie vor dem, was sie vorhaben."


170. So erretteten Wir ihn und seine Angehörigen,


171. ausser einer alten Frau, die unter denen war, die zurückbleiben sollte,


172. und Wir vernichteten die übrigen daraufhin.


173. Wir liessen einen (Stein)regen auf sie niedergehen, und schlimm war der Niederschlag für diejenigen, die (zuvor) gewarnt worden waren.


174. Hierin liegt gewiss ein Zeichen, aber die meisten glauben nicht.


175. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.


176. Und die Leute von Al-Aika erklärten die Gesandten (Allahs) für Lügner, 

(Die Leute von Al-Aika waren ein eigenständiges Volk, das im Koran mehrfach neben anderen Nationen erwähnt wird. Zwar wurde auch ihnen Shuʿaib (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) als Prophet gesandt, doch im Gegensatz zum Volk von Madyan stammte er nicht aus ihrer Mitte. Das erklärt, warum Allah ihn  im Koran bei den Madyan als 'ihren Volksgenossen‘ bezeichnet, bei den Leuten von Al-Aika jedoch nicht.)

177. als Shu’aib zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht fromm sein?


178. Ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.


179. Also fürchtet Allah und gehorcht mir.


180. Ich verlange von euch keinen Lohn hierfür. Mein Lohn liegt allein beim Herrn der Welten.


181. Gebt volles Mass und gehört nicht zu denen, die (den Menschen) Verlust verursachen.


182. Also wiegt mit der gerade (ausgerichteten) Waage,


183. betrügt die Menschen nicht um ihre Güter, und geht nicht als Korruptionsstifter auf der Erde umher.


184. Und fürchtet Denjenigen, Der euch und die früheren Generationen erschaffen hat."


185. Sie sagten: "Du bist bestimmt einer der Verzauberten.


186. Du bist nur ein Mensch wie wir, und wir halten dich für einen Lügner.


187. So lasse doch Teile des Himmels auf uns herabfallen, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst."


188. Er sagte: "Mein Herr weiss am besten, was ihr tut."


189. Sie bezichtigen ihn der Lüge, woraufhin sie die Strafe des Schattentages traf, und dies war gewiss die Strafe eines gewaltigen Tages.

(Allah bestrafte sie, indem Er sie mehrere Tage extremer Hitze aussetzte. Als schliesslich eine schattenspendende Wolke erschien, eilten sie zu ihr, um Schutz vor der Hitze zu suchen. Nachdem sie sich unter ihr versammelt hatten, traf sie eine Strafe vom Himmel, wie sie es zuvor gefordert hatten. Siehe hierzu auch die Anmerkung zu 7:91, insha'Allah.)


190. Hierin liegt gewiss ein Zeichen, aber die meisten glauben nicht.


191. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.


192. Und wahrlich, dies(er Koran) ist eine Offenbarung vom Herrn der Welten,


193. der vertrauenswürdige Hauch [der Engel Gabriel] kam mit ihm herab.


194. (Er wurde) auf dein Herz (gelegt), damit du zu den Warnern zählst,


195. (eine Offenbarung) in klarer arabischer Sprache.


196. Und wahrlich, er findet sich gewiss in den Schriften der Früheren.

(Die Ankunft eines weiteren Propheten nach Jesus (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) wurde in den früheren Schriften Allahs prophezeit: Johannes 16:7, Johannes 16:12-13, Jesaja 42:1-4, Jesaia 42:9. Im Hohelied 5:10-16 wird Muhammad (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sogar namentlich genannt und beschrieben.)


197. Ist es denn nicht ein Zeichen für sie, dass die Gelehrten unter den Kindern Israels darüber Bescheid wissen?


198. Hätten Wir ihn auf einen Nicht-Araber herabgesandt,


199. der ihn verlesen hätte, so hätten sie ihm nicht geglaubt.


200. So lassen Wir ihn in die Herzen der Schuldigen einführen,


201. doch sie werden nicht daran glauben, bis sie die schmerzhafte Strafe sehen werden,


202. und diese wird plötzlich und unerwartet über sie kommen.


203. Dann werden sie sagen: "Ob uns Aufschub gewährt wird?"


204. Möchten sie (noch immer) Unsere Strafe beschleunigen?


205. Siehe, wenn Wir sie über Jahre hinweg geniessen lassen


206. und dann über sie kommt, was ihnen angedroht wurde,


207. was soll ihnen dann das nützen, was sie (einst) genossen haben?


208. Und Wir haben nie eine Stadt vernichtet, ohne dass sie (vorher) Warner gehabt hätte,


209. die sie ermahnten; und Wir sind niemals ungerecht.


210. Und die Teufel haben ihn [den Koran] nicht herabgebracht.


211. Es steht ihnen nicht zu, und sie könnten (es auch) gar nicht,


212. denn sie werden vom Hören gewiss ferngehalten.

(Wenn sich die Teufel dem Firmament der Erde nähern, um am ersten Himmel des Paradieses zu lauschen, werden sie sogleich von einem Feuerkörper verfolgt und vertrieben. Weitere Beschreibungen des versuchten Belauschens der Shayatin am untersten Himmel finden sich in 15:17-18, 37:6-10 und 72:8-9.)

213. Also rufe neben Allah keine andere Gottheit an, sonst wirst du (dereinst) zu denen gehören, die bestraft werden.


214. Und warne deine nächsten Angehörigen


215. und senke deinen Flügel für die Gläubigen, die deinem (Glaubensweg) folgen.

(senke deinen Flügel: sei sanft und gutmütig mit ihnen)


216. Wenn sie dir jedoch ungehorsam sind, dann sage: "Wahrlich, ich bin frei von dem, was ihr tut."


217. Und vertraue auf den Allmächtigen, den Barmherzigen,


218. Der dich sieht, wenn du (zum Gebet) stehst,


219. und Der auch dein Umhergehen unter denen (kennt), die sich niederwerfen.


220. Wahrlich, dein Herr ist der Allhörende, der Allwissende.


221. Soll ich euch mitteilen, auf wen die Satane niedergehen?


222. Sie kommen auf jeden (mutwilligen) Lügner und Schuldhaften herab.


223. Sie schenken dem Gehörten Gehör, doch die meisten von ihnen sind Lügner.

224. Und die Dichter – (nur) die Abgeirrten folgen ihnen.


225. Siehst du denn nicht, dass sie in jedem Tal ziellos umherstreifen


226. und sagen, was sie selbst nicht tun?


227. Nicht so diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke verrichten, die Allahs oft gedenken und sich gegen das ihnen zugefügte Unrecht zur Wehr setzen. Und die Ungerechten werden (bald) erfahren, zu welcher Rückkehr sie zurückkehren werden.


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